Richtig gehen!

Fast haben wir sie vergessen – die Anmut und Würde des einfachen Gehens. Gehen ist ebenso wie Stehen, Sitzen und Liegen eine elementare, lebendige Beziehung, eine unaufhörliche und stille Kommunikation mit dem Boden, der Erde, dem Raum.

Wir gehen kaum noch. Wir sind eine Gesellschaft von Sitzenden – wir fahren, fliegen, lernen und arbeiten überwiegend sitzend. Und wenn schon gehen, dann wenigstens wandern oder walken. Moderne Büromenschen unserer Zeit gehen. Im Durchschnitt 400 bis 800 Meter am Tag zu Fuß – die Jäger und Sammlerinnen früherer Kulturen brachten es auf 20 bis 40 Kilometer am Tag!

Beschleunigung ist die gemeinsame globale Grunderfahrung unseres 21. Jahrhunderts. Wir spüren sie täglich hautnah. Unser Lebenstempo hat sich drastisch erhöht – Stress wird zum Dauerzustand. Mit der Beschleunigung geht die Entmaterialisierung unseres Alltags einher. Wir verbringen mehr und mehr unserer Lebenszeit vor Bildschirmen. Keine frische Luft, kein lebendiger Klang, keine Bodenhaftung nirgendwo. Und inmitten aller Hetze herrscht Stillstand. Wir bewegen uns rasend, aber eingeschlossen und sitzend. In Fahrzeugkabinen. An die 90 Prozent unserer Zeit verbringen wir in geschlossenen Räumen.

Das Gehen in freier Natur nimmt das Tempo aus dem Ablauf des Tages. Man reduziert es auf ein menschliches Maß – den Fuß – den Schritt. Am besten ist es, über unebene, natürliche Böden zu gehen. Durch das Austarieren der Unebenheiten werden Muskeln, Gelenke und die Wirbelsäule sinnvoll beansprucht und die Feinmotorik trainiert. Ihr Laufapparat wird hierbei effizient unterstützt, wenn Sie das richtige Schuhwerk tragen. Gesundes Gehen hat nämlich ganz viel mit gesunden Schuhen zu tun – Schuhen, die richtig passen. Die nicht zu groß oder zu klein sind, die aus festem und gleichzeitig schonendem Material bestehen, damit sie Ihren Fuß stützen und unterstützen. Unsere Komfortschuhe erfüllen alle diese wichtigen und wesentlichen Kriterien für gesundes Gehen!

Gehen schärft die Sinne: Der langsame, stetige Strom der Eindrücke tritt an die Stelle der medial vermittelten Sturzflut der Bilder. Wer die Farbenpracht eines herbstlichen Laubwaldes bewusst erlebt, kommt zur Ruhe und sammelt Kraft. Ohne die direkte Erfahrung von Nahräumen bleibt die Wahrnehmung globaler Räume oberflächlich.

Finden wir zurück zu unserem gesunden Gang: Man sieht leicht, worauf es ankommt – die Schritte sind kleiner und die Beine werden ohne Gewicht nach vorn gesetzt. Dafür werden die Beinmuskeln aktiviert. Das Körpergewicht folgt erst, wenn die Füße angekommen sind, dabei bleibt die Wirbelsäule gerade. So können die Muskeln den Körper auffangen und die Knochen werden geschont.